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Effiziente Öfen für die Niedrigtemperatur-Verzinkung

Zink Körner senkt den Energiebedarf beim Verzinken um 15 Prozent

Die kontrollierte Führung der Abgase verteilt die Wärme im Ofen gezielt dort, wo sie benötigt wird.

Hagen, 9. Mai 2017 Mit dem neuen Rekuperations-Wärmetauschersystem RECU-CHANNEL sind bei der Verzinkung von Stückgut, Draht und Kleinteilen mehr als 15 Prozent Energieeinsparung möglich. An typischen Stückverzinkungs-Anlagen kann das neue System die Kosten für Erdgas um rund 30.000 Euro pro Jahr reduzieren.

Für die Verzinkung bei Temperaturen zwischen 450 und 460 °C hat Zink Körner die neuen RECU–TEC Niedrigtemperatur-Verzinkungsöfen entwickelt, bei denen die eingebrachte Energie direkt im Ofen zurückgewonnen wird. Sie sind mit einem Stahlkessel und erdgas-betriebenen Flächenbrennern ausgestattet.

Innovative Rekuperation

Mit dem neuen Rekuperations-Wärmetauschersystem RECU-CHANNEL wird der Kessel gleichmäßig und vor allem dem jeweiligen Leistungsbedarf entsprechend gezielt erwärmt. Darüber hinaus erzielt es beim Betrieb des Verzinkungsofens im Vergleich mit traditionellen Systemen eine Energieeinsparung von mehr als 15 Prozent. Bei einer typischen Stückverzinkungsanlage mit einer Durchschnittsleistung von beispielsweise 6 t/h belaufen sich die Ersparnisse beim Einkauf des Erdgases auf mehr als 30.000 Euro pro Jahr.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Systemen ohne RECU-CHANNEL werden die Abgase, die sich sonst im oberen Bereich stauen würden, entlang der Außenwand des Kessels kontrolliert nach unten abgesaugt. So führen sie auch dem unteren Bereich des Kessels exakt die Energie zu, die seinem Wärmebedarf entspricht.

Die Kanäle erstrecken sich auf beiden Längsseiten des Ofens über dessen gesamte Länge. So legen die Abgase innerhalb des Ofens einen langen Weg zurück und haben mehr Zeit, ihre Wärme abzugeben. Außerdem wird die Restwärme im RECU-CHANNEL zur Vorwärmung der Verbrennungsluft genutzt und damit der Wirkungsgrad des Ofens zusätzlich gesteigert.

Das Ergebnis: Während die Abgastemperatur bei Öfen, die ohne RECU-TEC betrieben werden, üblicherweise 550 °C und mehr beträgt, liegt sie bei den neuen Öfen auch bei Volllast immer unter 400 °C – deutliches Indiz für die effiziente Nutzung der eingebrachten Energie.

Effiziente Brennertechnik

Die von Zink Körner speziell für die Beheizung von Stahlkesseln entwickelten Flachflammenbrenner KÖRNER FL 15/80 arbeiten modulierend. Sie führen dem Verzinkungsofen zu jedem Zeitpunkt nur diejenige Energie zu, die auch tatsächlich benötigt wird.

Anders als taktende Brenner arbeiten sie mit einem Verbrennungsluft-Verhältnis λ von lediglich 1,10 – also mit deutlich geringerem Luftüberschuss als üblich. Im Vergleich mit Brennern, die mit einem Verhältnis von beispielsweise 1,20 arbeiten, ist ihr Wirkungsgrad um 10 bis 20 Prozent höher, dementsprechend sparen die Brenner Gas ein.

Die modulierende Betriebsweise vermeidet außerdem kurzfristige Verbrauchsspitzen und senkt dadurch die Kosten für den Einkauf des Gases, denn die Gasversorger berechnen die Bereitstellungs-Tarife entsprechend dem Spitzenbedarf des Ofens.

Die Diffusorplatten der neuen Brenner werden von jeweils drei Stangen getragen, die fest mit dem Brennerstein verbunden sind. Aufgrund der so erzielten, konstanten Druckverhältnisse kann die Flamme deutlich präziser eingestellt werden. Der Nutzen für den Anwender: ideale Verbrennungsverhältnisse und minimaler Gasverbrauch.

Die Brenner sind an den Längsseiten des Ofens in einer Höhe von 2/3 der Ofenhöhe (gemessen von unten) installiert. An dieser Stelle ist der Wärmebedarf wegen der Oberflächenverluste über den Badspiegel am größten.

Niedrige Wartungskosten bei geringem Energieverbrauch

Auf der WIRE 2018 präsentiert die Firma KÖRNER als Technologieführer in diesem Jahr einen neuen Typ eines Drahtverzinkungsofens in Halle 9 A78.

Vorgestellt werden unterschiedliche Ausführungsbeispiele dieses Drahtverzinkungsofens, der allen Anforderungen entspricht und sich durch einen sehr geringen Wartungsaufwand bei gleichzeitig sehr niedrigem Energieverbrauch auszeichnet. Dies kann mit Betriebserfahrungen belegt werden.

Durch eine neue energiesparende Brennertechnik kann KÖRNER sehr robuste und langlebige Drahtverzinkungsöfen mit keramischer Wanne beheizen ohne die bruchanfälligen Tauchbrenner zu verwenden.

Die neueste von KÖRNER konzipierte und aufgestellte Anlage ist ein Drahtverzinkungsofen mit einer Durchsatzleistung von 6.3 to/h für einen großen internationalen Stahlkonzern.

Die Firma KÖRNER baut seit mehr als 90 Jahren Verzinkungsöfen und ist einer der Wegbereiter der keramischen Verzinkungswanne. Heute ist KÖRNER der Technologieführer für Feuerverzinkungsöfen.

Zudem hat KÖRNER langjährige Erfahrung mit Tauchbrennern, Induktionserwärmung und Beheizung über Heizdeckel. Dabei kombiniert das Unternehmen den niedrigen Energieverbrauch der Tauchbrenner mit der Wartungsfreiheit der Deckelbeheizung.

Daneben baut KÖRNER Verzinkungsöfen mit Stahlkessel mit Umwälzbeheizung, mit doppelwandiger Stahlwanne und für hohe Anforderungen mit Flachflammenbrennern.

So findet KÖRNER für jeden Kunden aus allen möglichen Ausführungsvarianten immer den richtigen Drahtverzinkungsofen und kann die gefundene Lösung auch mit Betriebserfahrungen belegen.

Letzte inhaltliche Änderung: 29.03.2018